Sie haben Fragen zum Arbeitskreis Tierwohl?

Zu den wichtigsten Fragen haben wir Ihnen hier einige Informationen zusammengestellt.

1. Warum hat die Rügenwalder Mühle den Arbeitskreis Tierwohl gegründet?

Als Fleisch verarbeitender Betrieb beschäftigen wir uns schon seit vielen Jahren damit, wie wir zur Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere (Schweine, Geflügel), die wir verarbeiten, beitragen können. Leider mussten wir immer wieder feststellen, dass wir als einzelnes mittelständisches Unternehmen keinen nachhaltigen Einfluss ausüben können. Deshalb haben wir im Sommer 2012 den „Arbeitskreis bei der Rügenwalder Mühle zur Förderung des wissenschaftlich begründeten Tierschutzes“ ins Leben gerufen.

2. Was macht der Arbeitskreis Tierwohl?

Ziel und Zweck ist es, einen kontinuierlichen Beitrag zur Verbesserung des wissenschaftlich begründeten Tierschutzes und des Tierwohls in allen Bereichen zu leisten, die sich mit der Nutzung von Tieren zur Lebensmittelherstellung befassen. Dazu vergibt der Arbeitskreis einmal jährlich Fördergelder.

Im Vordergrund steht dabei die Initiierung und Förderung von Forschungsprojekten, die zur Verbesserung der Haltungsbedingungen und des Wohlbefindens der Tiere beitragen. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses findet besondere Berücksichtigung.

3. Wer ist Mitglied im Arbeitskreis „Tierwohl“?

Das Gremium setzt sich aktuell wie folgt zusammen:

  • Adelheid Rauffus (Vorsitzende), Vertreterin der Inhaberfamilie
  • Thomas Spille, Einkaufsleitung der Rügenwalder Mühle
  • Prof. Dr. Thomas Blaha, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Prof. Dr. Peter Kunzmann, Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Richard Struck, RS Food Management GmbH

 

 

4. Wie hoch sind die Fördergelder, die vergeben werden?

Wir vergeben jährlich Fördergelder in Höhe von 50.000 Euro.

5. Wer kann sich um die Fördergelder bewerben?

Grundsätzlich können sich Wissenschaftler bewerben, wenn es

  • um ein Forschungsvorhaben geht, dessen Ergebnisse öffentlich zugänglich sind.
  • um akademische Abschlussarbeiten wie studentische Belegarbeiten, Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeiten geht.
  • sich um wissenschaftliche Veranstaltungen zum Wissenstransfer innovativer Lösungen handelt.
  • um den Erfahrungsaustausch (Workshops) zu einzelnen Problemkreisen zwischen damit befassten Wissenschaftlern geht.
6. Wie erfolgt die Ausschreibung?

Die Ausschreibung zur Bewerbung für die Fördergelder erfolgt ein- bis zweimal jährlich in den einschlägigen wissenschaftlichen Publikationen. Die Ausschreibung für das Jahr 2013 ist abgeschlossen.

7. Welche Anforderungen werden an die Bewerbung gestellt?

Die Anträge können sowohl in schriftlicher Form gerichtet werden an:

Vorsitzende des „Arbeitskreises Tierwohl“
Frau Adelheid Rauffus
c/o Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH & Co. KG
Industriestraße 5
26160 Bad Zwischenahn

oder auch als Word-Dokument per Mail gesendet werden an:
gsoballa@ruegenwalder.de

Sie müssen eine maximal zwei Seiten umfassende Vorhabenbeschreibung (kurze Darstellung des aktuellen Kenntnisstands und des beabsichtigten Erkenntniszuwachses, des Projektdesigns sowie des Zeit- und Finanzierungsbedarfs) enthalten sowie die Lebensläufe der Beteiligten.

8. Wie wird über die Vergabe der Fördergelder entschieden?

Die Einreichungen werden zunächst anonymisiert durch eine unabhängige Auswahlkommission der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V. (TVT) unter Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Blaha fachlich nach ihrer Qualität und ihren potentiellen Auswirkungen auf den realen Tierschutz geprüft und priorisiert. Dies erfolgt unabhängig und ohne Rücksprache der Kommissionsmitglieder untereinander.

Auf dieser Basis entscheiden die Mitglieder des Arbeitskreises dann gemeinsam, welche Projekte gefördert werden. Die TVT ist dabei in keiner Weise in die finanziellen Belange der Förderung involviert und erhält keinerlei Zuwendungen für die Unterstützung der Arbeit.

Sollte ein Antrag aus einer wissenschaftlichen Einrichtung kommen, der ein Mitglied der Auswahlkommission angehört, wird dieses Mitglied nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen.

9. Was passiert mit den Ergebnissen der Forschungsvorhaben?

Der Arbeitskreis erwartet alle vier Monate einen kurzen Zwischenbericht über den Fortgang des geförderten Projekts.

Nach Abschluss der Forschungsarbeiten ist es dem Arbeitskreis Tierwohl wichtig, dass die Ergebnisse direkt an die Lieferanten und somit die Viehhalter weitergegeben werden, damit tatsächlich Verbesserungen stattfinden. Die Fleischlieferanten der Rügenwalder Mühle haben hieran schon großes Interesse gezeigt.