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Sie fragen – wir antworten.

Wir haben für Sie die häufigsten Verbraucherfragen zusammengestellt. Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns gern eine Mail

Allgemeines

Warum heißt die Teewurst „Teewurst”?

Tee war und ist keine Zutat für unsere Rügenwalder Teewurst. Vielmehr rankt sich um die Namensgebung folgende Überlieferung: Um das Jahr 1903 saß der Fleischermeister Carl Müller mit einem Freund nach Feierabend bei Tee und – wie es damals üblich war – Wurstbroten zusammen. Sie sprachen über das Geschäft und die streichfähige Wurstsorte, die Carl Müller gerade kreiert hatte und die in kurzer Zeit bei seinen Kunden sehr beliebt geworden war. Aus der schnittfesten Zervelatwurst, die durch fortschrittlichere Verfahren immer feiner hergestellt werden konnte, war eine neue, streichfähige Wurst entstanden. Die beiden Männer verglichen die feine, besondere Wurst mit dem feinen Teegebäck, das – genau wie Wurstbrote – zum Tee verzehrt wurde und erfanden den Namen „Teewurst”.

Führen Sie Betriebsbesichtigungen durch?

Besichtigungen unseres Werkes sind für Verbraucher leider nicht möglich. Da bei uns als Nahrungsmittel herstellendem Betrieb strenge Hygiene-Vorschriften gelten, ist es grundsätzlich nur Mitarbeitern der Rügenwalder Mühle sowie anderen berechtigten Personen wie externe Prüfer, Handwerker etc. gestattet, die Produktionsstätte zu betreten. Diese Regelung dient der Sicherung des hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards unserer Produkte.

Seit 2012 gibt es unser Markenzeichen, die Rügenwalder Mühle, auch tatsächlich. Die voll funktionstüchtige Mühle steht in Bad Zwischenahn auf dem Gelände des Charlottenhofes an der Wiefelsteder Straße und wird für Veranstaltungen genutzt. Natürlich kann sie auch besichtigt werden. In 2017 sind unsere Müller an folgenden Terminen vor Ort, um Sie durch die Mühle zu führen:  

19. August, 16. September und 21. Oktober jeweils von 13 – 17 Uhr. Bei Gruppen ab 10 Personen bitten wir um vorherige Anfrage unter Telefon 04403 – 660 oder per Mail an moin@ruegenwalder.de. Gleiches gilt, wenn Sie die Mühle an einem anderen Tag besichtigen wollen.

Für Erwachsene beträgt der Eintritt 3 €, für Kinder von 10 – 18 Jahren 1 €, für Kinder bis 10 Jahren ist der Eintritt frei. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet.

Haben Sie einen Werksverkauf?

Nein, wir haben keinen Werksverkauf.

Können Sie uns kostenlos Werbeartikel oder Produktmuster zur Verfügung stellen?

Uns erreicht täglich eine Vielzahl von Anfragen nach Werbeartikeln oder Sponsoring aber auch Produktmustern, die wir gar nicht alle „bedienen” könnten. Stattdessen haben wir uns entschieden, dieses Budget zur gezielten Unterstützung sozialer bzw. karitativer Projekte in der Region zu verwenden. Sollten Sie dennoch schon einmal Werbeartikel aus unserem Haus gesehen haben und sich fragen, woher diese stammen: Sie kommen sehr selten – und ausschließlich bei Aktionen im Einzelhandel – zum Einsatz.

Warum enthalten Ihre Produkte so viel Salz?

Salz wird bei der Wurstherstellung dazu benötigt, Produkte haltbar und sicher zu machen. Dafür ist ein gewisser Salzgehalt für die von den Verbrauchern und vom Handel geforderte Mindesthaltbarkeit absolut notwendig.

Dennoch stellen wir unsere Produkte schon seit Jahren nach dem Grundsatz „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“ her. In diesem Sinne arbeiten wir daran, auch den Salzgehalt unserer Produkte auf ein zur Aufrechterhaltung der Produkteigenschaften notwendiges Minimum zu reduzieren.
Auf Wunsch unserer Kunden verwenden wir übrigens schon seit längerer Zeit unjodiertes Salz.

Warum enthält Wurst Zucker?

Zucker geben wir unseren Produkten lediglich in äußerst geringen Mengen bei. Er unterstützt z. B. bei unserer Rügenwalder Teewurst die Reifung und Aromabildung. Zur Menge lässt sich sagen: Auf 100 Gramm Wurst kommt etwa 1 Gramm Zucker, d.h. eine Portion Streichwurst (ca. 40 g) enthält etwa 0,4 Gramm Zucker. (Zum Vergleich: Ein Teelöffel Zucker sind etwa fünf Gramm.) In anderen Produkten hat er die Aufgabe den Geschmack abzurunden.

In manchen unserer Produkte setzen wir ebenfalls eine sehr geringe Menge Glucosesirup ein. Dieser dient ebenfalls zur Geschmacksabrundung.

Welche Produkte kann / muss man kalt / warm verzehren?

Alle unsere Produkte sind so hergestellt, dass sie grundsätzlich sowohl warm als auch kalt bedenkenlos gegessen werden können. Unsere Rezepturen sind jeweils genau auf die empfohlene Zubereitungsart oder die üblichen Verzehrgewohnheiten abgestimmt. Einige unserer Produkte werden klassisch als Brotbelag verzehrt und sollten deshalb eher nicht erhitzt werden, weil sich dadurch Konsistenz und Aroma verändern (z. B. unsere Rügenwalder Teewurst oder unser Schinken Spicker). Andere Produkte dienen wiederum als Zutat zum Kochen oder als Bestandteil einer warmen Mahlzeit (z. B. Vegetarische Mühlen Schnitzel, Vegetarisches Mühlen Hack, Mühlen Schinken).

Wie lange sind Lebensmittel nach der Öffnung der Verpackung haltbar?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist das auf Lebensmittelverpackungen vom Hersteller anzugebende Datum, das besagt, bis zu welchem Termin ein Lebensmittel ungeöffnet und bei sachgerechter – d.h. kühler, trockener und dunkler – Lagerung auf jeden Fall ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen verzehrbar ist. Sobald die Verpackung geöffnet wird, „erlischt” das Mindesthaltbarkeitsdatum, da sich die Haltbarkeit des Produkts aufgrund äußerer Einflüsse wie Temperatur- und Hygienebedingungen unterschiedlich entwickelt. Wir raten deshalb, das geöffnete Produkt innerhalb der nächsten Tage zu verzehren.

Diese Empfehlung stellt keine Garantie dar – und ist leider auch nicht präziser zu beschreiben, da sich die individuellen Bedingungen der Aufbewahrung unserer Produkte beim Verbraucher unserer Kenntnis und Einflussnahme als Hersteller entziehen.

Kann man Ihre Produkte einfrieren?

Unsere Produkte sind alle so entwickelt, dass sie frisch verzehrt werden sollen. Darauf legen wir sehr großen Wert. Deshalb raten wir generell vom Einfrieren der Produkte ab, da dies Einfluss auf die Konsistenz und die Produkteigenschaften hat. Über eine Verlängerung der Haltbarkeit durch das Einfrieren können wir leider keine Aussage machen.

Sollten Sie im Ausnahmefall einmal ein Produkt kurzzeitig einfrieren wollen, beachten Sie bitte, dass sich unsere Verpackungen nicht als Gefrierverpackungen eignen. Jedes Produkt darf zudem maximal einmal eingefroren werden. 

Warum bieten Sie im Sinne der Müllvermeidung nicht größere Packungen an?

Für unsere kleinen Packungen gibt es zwei wesentliche Gründe: Zum einen die stetig wachsende Zahl von Single- oder Zweipersonen-Haushalten. Zum anderen wünschen sich die Verbraucher allgemein zunehmend kleinere Portionsgrößen. Die meisten Kunden möchten, dass eine Packung Brotbelag mit einer, maximal drei Mahlzeiten verzehrt werden kann. Zudem ist Abwechslung auf dem Teller gefragt. Das lässt sich nur durch möglichst kleine Verpackungen erreichen.

Da es im Handel immer weniger Bedientheken gibt und Produkte aus dem Selbstbedienungsregal bei den Kunden immer beliebter werden, ist es für uns notwendig, unsere Produkte im Sinne der Produktsicherheit und –haltbarkeit entsprechend zu verpacken.

In unserem Hause gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich permanent mit der Verbesserung unserer Verpackungen beschäftigt. Dazu gehören z. B. die Dicke oder Größe der Folien zu reduzieren, um Kunststoff zu sparen, oder umweltfreundlichere Materialien einzusetzen.

Produkte mit Fleisch

Was sind Lebensmittelzusatzstoffe und welche setzen Sie ein?

Bei „Zusatzstoffen” handelt es sich um Stoffe, die Lebensmitteln zugesetzt werden, um deren Beschaffenheit zu beeinflussen oder bestimmte Eigenschaften wie Haltbarkeit, Geschmack, Aussehen und bessere Verarbeitung zu erzielen. Die Verwendung eines Lebensmittelzusatzstoffes ist gesetzlich nur zulässig, wenn dieser gesundheitlich unbedenklich und technisch notwendig ist und nicht zur Täuschung der Verbraucher genutzt werden kann. In unseren Qualitätsgrundsätzen haben wir uns verpflichtet, die Zahl und Menge der verwendeten Zusatzstoffe auf das technologisch unbedingt notwendige Maß zu reduzieren.

Alle fleischhaltigen Produkte der Rügenwalder Mühle sind gluten- und laktosefrei und werden ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern und ohne Farbstoffe hergestellt. Bei unserem Mühlen Schinken loben wir „ohne Farbstoffe” nicht extra aus, da es sich um Werbung mit Selbstverständlichkeiten handeln würde.

Für alle vegetarischen Produkte der Rügenwalder Mühle gilt: Auch sie sind laktosefrei und werden ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern hergestellt. Darüber hinaus sind sie zuckerarm.

Auf welche Zusatzstoffe wir noch nicht verzichten können, erfahren Sie hier.

Welche allergenen Stoffe sind in Ihren Produkten enthalten?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Anzahl an allergenen Stoffen in unseren Produkten so weit wie möglich zu reduzieren. Sollten Sie Fragen zu diesem Thema bzw. zu anderen Zutaten oder Gewürzen haben, wenden Sie sich bitte gerne an uns – zum Beispiel per Mail an moin@ruegenwalder.de.

Hier finden Sie eine Übersicht, welche deklarationspflichtigen allergenen Stoffe in unseren Produkten enthalten sind.

Wie kann eine Streichwurst im Becher nach Rauch schmecken? Geht das auf natürlichem Wege?

Ja, das geht. Auch unsere Rügenwalder Teewurst im Frische-Becher wird lange und sorgfältig gereift und geräuchert - genauso wie unsere Teewurst im Darm. Nach Abschluss des Reifeprozesses füllen wir das Wurstbrät in die Becher um. Bei der Pommerschen werden einzelne Komponenten vor der Herstellung des Wurstbräts geräuchert.

Woher beziehen Sie das Fleisch, das Sie verarbeiten?

Wir verarbeiten pro Woche rund 420 Tonnen Schweine- und Geflügelfleisch, das wir von acht langjährigen Lieferanten beziehen. Das Schweinefleisch stammt aus Deutschland und Dänemark, das Geflügelfleisch aus Deutschland. 

Wir kaufen dabei nicht nach „Tagespreisen” ein, sondern arbeiten nur mit ausgewählten Schlacht- und Zerlegebetrieben zusammen, die wiederum ihre landwirtschaftlichen Betriebe seit vielen Jahren kennen und derewie werdn Qualität schätzen.

Verweist die Bezeichnung „Pommersche” auf die regionale Herkunft Ihrer Leberwurst?

Unsere „Pommersche Gutsleberwurst” gehört weder zur Gruppe der Produkte mit regionaler Herkunftsbezeichnung (geschützte geografische Angabe) noch stellen wir mit der Bezeichnung auf die Herkunft der verwendeten Zutaten ab. Wir weisen damit auf die traditionelle Rezeptur hin, die ursprünglich aus Rügenwalde in Pommern stammt und seit 120 Jahren innerhalb der Inhaberfamilie weitergegeben wird. Diese gilt nach wie vor, jedoch unter Berücksichtigung der heutigen Ernährungsgewohnheiten (z. B. reduzierter Fettgehalt) und modernen Anforderungen an qualitativ hochwertige Lebensmittel. Wir stehen zu unserer starken Verbundenheit mit der pommerschen Herkunft und Tradition – und wollen diese gerade mit unseren Produkten weiter pflegen.

Verweist die Bezeichnung „Rügenwalder” auf die regionale Herkunft Ihrer Teewurst?

Ja, denn wir sind eines von insgesamt drei Unternehmen in Deutschland, die laut dem Urteil des Bundesgerichtshofs berechtigt sind, „Rügenwalder Teewurst” herzustellen. Es handelt sich hierbei um eine personengebundene geografische Herkunftsangabe. Diese darf heute ausschließlich noch von den Unternehmen genutzt werden, die ehemals in Rügenwalde (Pommern) ansässig waren und dort bereits Wurstwaren hergestellt haben.

Welchen Stellenwert nimmt bei Ihnen Regionalität ein?

Regionalität hat bei uns als ortsverbundenes Familienunternehmen in vielerlei Hinsicht einen hohen Stellenwert: Sei es bei der Beschäftigung unserer Mitarbeiter, der Auswahl von Partnern wie z. B. Handwerksbetrieben oder auch unserem sozialen Engagement. Beim Einkauf der Roh- und Hilfsstoffe für unsere Produkte stehen jedoch – vor der Regionalität – die Qualität, Sauberkeit, Rückstandsfreiheit und der Geschmack an erster Stelle. Wir versuchen immer Lieferanten zu finden mit größtmöglicher Nähe zu unserem Standort.

Wie werden die Tiere, deren Fleisch Sie verarbeiten, gehalten?

Unsere wenigen ausgewählten Lieferanten achten streng darauf, dass die Tiere von gesunden Elterntieren abstammen und in zertifizierten, umweltfreundlichen und Ressourcen schonenden landwirtschaftlichen Betrieben tierschutzgerecht und mit ausreichendem Platzangebot gehalten werden. Dazu gehören die Haltung auf festen Böden, der Zugang zu Entspannungsbereichen sowie zu Wühl- und Beschäftigungsmaterial – und nicht zuletzt regelmäßige Tierarztbesuche in den Ställen zur Überprüfung der Gesundheit der Tiere.

Werden bei der Aufzucht der Tiere Antibiotika verwendet?

Grundsätzlich hat der Einsatz von Arzneimitteln bei der Aufzucht deutlich abgenommen. Das liegt vor allem im veränderten Selbstverständnis der „bestandsbetreuenden” Tierärzte und der Landwirte begründet, die ihre Aufgabe heute in der Prävention (Vorbeugung) von Krankheiten sehen. Ist es im Sinne der Gesundheit der Tiere unvermeidbar, dass sie behandelt werden, muss der Landwirt die Arzneimittelgaben genau dokumentieren und sich vom Tierarzt gegenzeichnen lassen. Die Wartezeiten zwischen Arzneimittelgabe und Schlachtung, die für jeden Wirkstoff gesetzlich festgelegt sind, sind strikt einzuhalten. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass das Fleisch frei von Rückständen ist.

Alle Schlachtbetriebe sind zudem gesetzlich verpflichtet, über den nationalen Rückstandskontrollplan und die darin vorgegebenen Analysen den Nachweis über die tatsächliche Rückstandsfreiheit zu erbringen.

Werden die Tiere mit Futtermitteln gefüttert, die gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthalten?

Wir können derzeit nicht hundertprozentig garantieren, dass die Tiere, deren Fleisch zur Herstellung unserer Wurstwaren verwendet wird, ausschließlich mit GVO-freien Futtermitteln gefüttert wurden. Hier gibt es nicht die benötigte Menge am Markt. Ein Verzicht auf Fleisch von Tieren, die zum Beispiel mit Gensoja gefüttert wurden, lässt sich somit nicht realisieren. Wir wissen jedoch um dieses Thema und stehen daher permanent mit unseren Lieferanten in Kontakt, um Lösungen zu erarbeiten.

Welche Fleischsorten verarbeiten Sie?

Wir verarbeiten ausschließlich Schweinefleisch sowie Puten- und Hähnchenfleisch für unsere Geflügelprodukte. Zudem bieten wir seit Ende 2014 auch eine vegetarische Produktlinie an, die ganz ohne Fleisch hergestellt wird.

Wer kontrolliert Ihre Produktion und Produkte?

Betrachtet man alle Verarbeitungsstufen von den landwirtschaftlichen Betrieben bis zum fertigen Produkt, durchlaufen unsere Wurstwaren und Schinken insgesamt bis zu 160 Kontrollen, bevor sie bei den Verbrauchern im Einkaufskorb landen. Geprüft wird dabei sowohl intern durch unser betriebseigenes Labor als auch durch neutrale externe Stellen wie das Institut für Lebensmittelqualität der LUFA Nord-West *. Darüber hinaus wird unser Betrieb regelmäßig vom Veterinäramt kontrolliert. Ein ausgefeiltes, internes System unterstützt uns dabei, uns bei Abläufen, Prüfungen und Produkten stetig zu verbessern. Bereits seit vielen Jahren erfüllen wir die durch regelmäßige Audits bestätigten hohen Qualitätsnormen nach IFS Food Standard und British Retail Consortium (BRC) – inklusive HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Point) – sowie die Anforderungen des QS-Prüfsiegels. Darüber hinaus haben wir ein zertifiziertes Energiemanagement nach DIN ISO 50001 und sind nach der EG-Öko Verordnung Bio-zertifiziert (DE-ÖKO-006). Zusätzlich lassen wir uns und alle unsere Produkte seit Anfang 2009 durch SGS INSTITUT FRESENIUS kontrollieren.

* Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt Nord-West

Weitere Informationen:
DIN ISO http://www.iso.org

IFS Food Standard http://www.ifs-online.eu

British Retail Consortium http://www.brc.org.uk
QS-Prüfsiegel http://www.q-s.de

Bio-Siegel: www.oekolandbau.de/bio-siegel/

SGS INSTITUT FRESENIUS http://qualitaetssiegel.net/de/

Was bedeutet die Kontrolle durch SGS INSTITUT FRESENIUS genau?

Neben unserem eigenen Labor und dem Institut für Lebensmittelqualität LUFA Nord-West* untersucht das renommierte  und unabhängige SGS INSTITUT FRESENIUS regelmäßig unsere Waren und hat zum Beispiel im Jahr 2016 12.972 Analyseergebnisse für Produkte und Rohwaren geliefert. Die Untersuchungen umfassen dabei auch im Handel befindliche Ware sowie die Vorstufen und Verpackungsmaterialien. Unser Unternehmen erhält damit das strengste Qualitätssiegel, das in Deutschland vergeben wird.

* Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt Nord-West

Den genauen Analyseplan finden Sie hier.

Wie unterscheidet sich das Qualitätssiegel von SGS INSTITUT FRESENIUS von anderen bekannten Siegeln?

Im Gegensatz zu anderen bekannten Prüfzeichen, die in der Regel lediglich einmalig eine einzige Stichprobe umfassen, steht das Qualitätssiegel von SGS INSTITUT FRESENIUS für eine umfassende kontinuierliche Kontrolle über alle Stufen der Erzeugung hinweg: Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt dabei bei den fertigen Produkten, den Hauptzutaten, den Gewürzen und dem Trinkwasser. Sie werden – je nach Produkt – nach verschiedenen Parametern untersucht, zum Beispiel auf Farbstoffe, Milch- und Soja-Eiweiß und andere Allergene sowie Glutamat. Das Monitoring umfasst außerdem die Vorstufen: So werden Schlacht- und Zerlegebetriebe mittels jährlicher Audits geprüft. Kontrolliert werden darüber hinaus auch Verpackungsmaterialien sowie bereits im Handel befindliche Ware.

Den genauen Analyseplan finden Sie hier.

Welche Nährwerte kennzeichnen Sie auf den Verpackungen Ihrer Produkte und warum?

Seit Dezember 2016 sind Nährwertangaben auf den Verpackungen von Lebensmitteln EU-weit gesetzliche Pflicht. Die Rügenwalder Mühle war diesen Vorgaben schon lange einen Schritt voraus: Seit 2007 geben wir freiwillig die so genannten „Big 4” an, das sind Energiegehalt, Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett (pro 100 Gramm). Und für noch mehr Transparenz für die Verbraucher haben wir schon weit vor Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung unsere Nährwertangaben auf die so genannten „Big 7” erweitert. Deshalb machen wir auf unseren Verpackungen und im Internet folgende Angaben: Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, davon Zucker, Protein und Salz.

Welche Ihrer Produkte enthalten rohes Fleisch und sind daher während der Schwangerschaft nicht bzw. nur bedingt zu empfehlen?

Die Gefahr einer Toxoplasmose (eine Infektionskrankheit, die zu einer Fehlgeburt oder einer Schädigung des Ungeborenen führen kann) bezieht sich im Wesentlichen auf rohe bzw. „ungenügend” gegarte Fleisch- und Wurstwaren. Dies betrifft unser Mühlen Mett, das als frische Rohwurst nur einem sehr milden Verfahren zur Haltbarmachung unterzogen wird. Es sollte daher während der Schwangerschaft nicht verzehrt werden. Unsere Rügenwalder Teewurst – ebenfalls eine Rohwurst – wird durch Räuchern und Reifen haltbar gemacht. Wenn Sie jedoch ganz sicher gehen wollen, empfehlen wir auch hier, während der Schwangerschaft auf dieses Produkt zu verzichten.

Alle unsere anderen Wurstwaren und Schinken – wie Pommersche Gutsleberwurst, Schinken Spicker, Mühlen Schinken, Mühlen Würstchen, Mühlen Frikadellen und Mühlen Currywurst – können während der Schwangerschaft bedenkenlos verzehrt werden. Dasselbe gilt für alle unsere vegetarischen Produkte.

 

Vegetarische Produkte

Warum stellt die Rügenwalder Mühle auch vegetarische Produkte her?

Wir begrüßen eine abwechslungsreiche und ernährungsphysiologisch ausgewogene Ernährung. Fleisch ist dabei nach wie vor ein wichtiger Bestandteil – aber kein Muss.

Immer mehr Menschen in Deutschland ernähren sich flexitarisch, d. h. sie greifen bei Mahlzeiten seltener zu Fleisch und Wurst. Deshalb bieten wir unseren Kunden leckere fleischhaltige und vegetarische Produkte, die im Sinne einer bewussten Ernährung sind.

Wenn jemand die Kompetenz hat, vegetarische Alternativen so herzustellen, dass sie wie Fleisch und Wurst schmecken, dann doch wir. So haben wir bereits vegetarischen Brotbelag (z.B. Vegetarischer Schinken Spicker), fleischfreie Streichwurst (Vegetarische Pommersche), Veggie-Produkte zum Snacken (Vegetarische Mühlen Frikadellen im Becher), für die Pfanne (Vegetarische Mühlen Schnitzel) oder den Grill (Vegetarische Mühlen Bratwurst) im Sortiment. Einige davon sind sogar vegan, wie das Vegetarische Mühlen Hack oder die Vegetarische Pommersche.

Wie sieht der Austausch mit dem VEBU (Vegetarierbund Deutschland) aus?

Im Zuge der Entwicklung unserer fleischfreien Produkte ziehen wir immer wieder den VEBU (Vegetarierbund Deutschland) in vielen Fachfragen zu Rate. Insbesondere, wenn es darum geht, Zutaten tierischen Ursprungs durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Auch für die Zukunft setzen wir auf den konstruktiven Austausch, um unsere Produkte weiter zu verbessern.

Unser gemeinsames Ziel ist es, die gesamte Kategorie „vegetarisch/vegan” weiter wachsen zu lassen und die Auswahl für die Verbraucher zu vergrößern und attraktiver zu gestalten.

Aus welchen Zutaten bestehen die vegetarischen Produkte?

Alle unsere vegetarischen Produkte enthalten wertvolles Rapsöl. Je nach Produkt verwenden wir zusätzlich folgende Hauptzutaten:

Hühnerei-Eiweiß: Vegetarischer Schinken Spicker, Vegetarische Mühlen Salami, Vegetarische Mühlen Frikadellen im Becher und für die Pfanne, Vegetarische Mühlen Schnitzel, Vegetarische Mühlen Nuggets, Vegetarische Mühlen Bratwurst.

Soja: Vegetarische Mühlen Frikadellen im Becher, Vegetarische Mühlen Schnitzel, Vegetarische Mühlen Nuggets, Vegetarische Mühlen Hamburger, Vegetarisches Mühlen Hack, Vegetarische Mühlen Bratwurst, Vegetarische Mühlen Filetstreifen, Vegetarische Mühlen Crispyburger.

Weizen: Vegetarische Mühlen Salami, Vegetarische Mühlen Frikadellen im Becher und für die Pfanne, Vegetarische Mühlen Schnitzel, Vegetarische Mühlen Nuggets, Vegetarische Mühlen Hamburger, Vegetarische Mühlen Bratwurst, Vegetarische Mühlen Filetstreifen, Vegetarische Mühlen Crispyburger.

Erbsen: Vegetarische Pommersche.

Der Käse in unserem Vegetarischen Mühlen Schnitzel „Cordon Bleu“ enthält kein tierisches Lab und ist somit rein vegetarisch.

Wo werden die vegetarischen Produkte hergestellt?

Einen Großteil unserer vegetarischen Produkte produzieren wir in einem eigens eingerichteten, separaten Bereich an unserem Standort in Bad Zwischenahn. Wir haben zudem ein Gebäude gegenüber von unserem Mutterwerk gekauft und neu eingerichtet - exklusiv für die Verpackung unserer Veggie-Produkte.

Für die Herstellung einiger weniger Veggie-Produkte nutzen wir derzeit noch teilweise dieselben Räume und Maschinen wie für unsere Fleischprodukte und arbeiten zusätzlich mit Partnerbetrieben.

Dem Risiko einer Vermischung beugen wir durch Maßnahmen vor, die aus unserem Allergenmanagement kommen. Dazu gehört zum Beispiel die zeitliche Trennung bei der Herstellung von fleischfreien und fleischhaltigen Produkten inklusive einer speziellen, intensiven Zwischenreinigung. Zusätzlich wird das Fleisch getrennt von den anderen Rohwaren gelagert und es werden unterschiedliche Gerätschaften wie Eimer, Rollwagen und Gefäße verwendet. Außerdem werden Rohwaren, Halbfabrikate und Endprodukte eindeutig gekennzeichnet, um Verwechslungen zu vermeiden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die regelmäßige Schulung und Sensibilisierung der Produktionsmitarbeiter.

Dass die getroffenen Maßnahmen wirksam greifen, kontrollieren wir regelmäßig durch interne Analysen. Außerdem haben wir den bestehenden Analyseplan des SGS INSTITUT FRESENIUS um entsprechende Untersuchungen erweitert. Zusätzlich sind alle unsere vegetarischen Produkte mit dem V-Label „vegetarisch” bzw. „vegan” zertifiziert.

Sind die vegetarischen Produkte gentechnikfrei?

Alle von uns verwendeten Rohstoffe sind nach der Verordnung 1829/30 nicht GVO kennzeichnungspflichtig.

Sind die Produkte vegan?

Unsere Vegetarische Pommersche, das Vegetarische Mühlen Hack und die Vegetarischen Mühlen Hamburger, Vegetarische Mühlen Filetstreifen und Vegetarische Mühlen Crispyburger sind vegan. Wir sehen, dass viele Verbraucher sich vegane Produkte wünschen. Für uns ist es wichtig, dass alle Produkte mit unserem Markenzeichen, der roten Mühle, richtig lecker schmecken. Unsere vegetarischen und veganen Alternativen sollen genauso aussehen, sich beim Reinbeißen so anfühlen und ebenso schmecken wie das fleischhaltige Original. Um das zu erreichen, ist derzeit allerdings teilweise noch die Verwendung von Eiklar als Zutat nötig.

Verwenden Sie für die vegetarischen Produkte auch Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau und/oder der Region?

Nein, wir beziehen derzeit keine Zutaten aus kontrolliert biologischem oder regionalem Anbau. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass einige Rohstoffe gar nicht aus kontrolliert biologischem Anbau zur Verfügung stehen oder nicht in der von uns benötigten Menge und Qualität.

Dass wir auch Zutaten aus der Region einkaufen, kommt natürlich vor. Dies loben wir allerdings nicht extra auf der Verpackung aus. Wir setzen nicht in erster Linie auf Regionalität, sondern auf beste Qualität unserer Rohwaren.

Aus welcher Haltung stammen die Eier?

Die Eier, die wir zur Herstellung unserer vegetarischen Produkte verwenden, stammen ausschließlich von Hühnern aus Freilandhaltung.

Damit folgen wir dem Wunsch vieler Verbraucher, die uns geschrieben und uns davon überzeugt haben, für unsere vegetarischen Produkte ausschließlich Eier von Hühnern aus Freilandhaltung einzukaufen. Die Herkunft der Eier lässt sich jederzeit belegen.

Sind alle Ihre vegetarischen Produkte für Schwangere geeignet, auch wenn sie Ei enthalten?

Ja, alle unsere vegetarischen Produkte sind im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung auch für Schwangere geeignet. Denn wir verarbeiten keine rohen Volleier sondern ausschließlich pasteurisiertes Eiweißpulver, das wir von einem zertifizierten Fachlieferanten beziehen. Zudem werden alle unsere fleischfreien Produkte bei der Herstellung erhitzt.

Sind die vegetarischen Produkte für Kinder geeignet?

Im Sinne einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung sind unsere fleischfreien Produkte grundsätzlich auch für Kinder geeignet.

Welche allergenen Stoffe sind in Ihren vegetarischen Produkten enthalten?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Anzahl an allergenen Stoffen in unseren Produkten so weit wie möglich zu reduzieren. Sollten Sie Fragen zu diesem Thema bzw. zu anderen Zutaten oder Gewürzen haben, wenden Sie sich bitte gerne an uns – zum Beispiel per Mail an moin@ruegenwalder.de.

Hier finden Sie eine Übersicht, welche deklarationspflichtigen allergenen Stoffe in unseren Produkten enthalten sind.

Werden die vegetarischen Produkte auch vom SGS INSTITUT FRESENIUS kontrolliert?

Ja, auch unsere vegetarischen Produkte lassen wir für ein höheres Maß an Sicherheit zusätzlich vom unabhängigen SGS INSTITUT FRESENIUS kontrollieren.

Den genauen Analyseplan finden Sie hier.

Glauben Sie nicht, dass Verbraucher die vegetarischen Produkte mit den Produkten aus Fleisch verwechseln könnten, wenn die Bezeichnungen gleich sind?

Nein, eine Verwechslung befürchten wir nicht, denn bei über 80 Mio. verkaufter Produkte hat sich bei uns noch kein einziger Verbraucher beschwert, dass er unwissentlich oder aus Versehen ein Veggie-Produkt gekauft hat. Schließlich sind die vegetarischen Eigenschaften deutlich auf der Verpackung genannt und farblich hervorgehoben, somit ist ein Irrtum des Verbrauchers praktisch ausgeschlossen. Zudem tragen die Produkte das V-Label des Vegetarierbunds Deutschlands.

Warum müssen Veggie-Produkte überhaupt genauso aussehen, schmecken und heißen wir die Originale aus Fleisch?

Immer mehr Menschen in Deutschland möchten ihren Fleisch- und Wurstkonsum reduzieren, aber nicht auf den typischen Geschmack, das Aussehen und die Textur von Fleisch und Wurst verzichten. Diesen Kundenwunsch erfüllen unsere vegetarischen Produkte.

Wir sind davon überzeugt, dass Fleischbezeichnungen für Veggie-Produkte den Verbrauchern eine gute Orientierung geben: Sie bieten Informationen über wesentliche Produkteigenschaften wie Geschmack, Textur, Aussehen, Zubereitung und Verwendung. Bezeichnungen wie „Bratstück“ leisten diese Orientierungshilfe nicht: Handelt es sich hierbei um ein Schnitzel, eine Frikadelle oder gar ein vegetarisches Filet?

Sind Veggie-Produkte nicht ungesund, weil sie viele Zusatzstoffe enthalten?

Wir verwenden bei der Herstellung aller unserer Produkte nur die unbedingt notwendigen Zusatzstoffe und arbeiten ständig daran, die Anzahl und Menge weiter zu reduzieren. So sind alle unsere vegetarischen Produkte frei von Geschmacksverstärkern, wir verwenden stattdessen nur Gewürze und natürliche Aromen (geprüft vom SGS INSTITUT FRESENIUS).