RÜGENWALDER MÜHLE

Familienunternehmen seit 1834

RÜGENWALDER MÜHLE

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Mit „Veggie” im Geschäftsjahr 2015 auf Erfolgskurs

Umsatz auf rund 205 Mio. Euro gestiegen / vegetarisches Sortiment erreicht Umsatzanteil von knapp 20% / Einführung weiterer vegetarischer Produkte geplant / Investitionen in Personal und Technik

Bad Zwischenahn, 3. Mai 2016. Die Rügenwalder Mühle hat das abgelaufene Geschäftsjahr (31.12.) mit einem erfreulichen Ergebnis beendet: So erwirtschaftete das Familienunternehmen einen Gesamtbruttoumsatz von  rund 205 Mio. Euro (2014: 175,1 Mio. Euro), was einem Plus von 17% entspricht. Der Gesamtabsatz lag mit einer Steigerung von rund 14% ebenfalls über dem Wert des Vorjahrs. „Diese positive Entwicklung ist in erster Linie auf die erfolgreiche Einführung unserer vegetarischen Produktlinie zurückzuführen”, sagt Christian Rauffus, Inhaber und Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, anlässlich des heutigen Pressegesprächs.

Die seit einigen Jahren insgesamt rückläufige Entwicklung des Wurstkonsums in Deutschland betrifft auch die Rügenwalder Mühle, die infolgedessen 2015 beim Absatz an fleischhaltigen Produkten leichte Einbußen (- 1,8%) verzeichnete. „Der Trend zu vegetarischen Fleisch- und Wurstalternativen wird ein langfristiger und nachhaltiger sein”, ist sich Godo Röben, Geschäftsleitung Marketing sowie Forschung & Entwicklung, sicher. „Das haben wir als moderner Lebensmittelhersteller verstanden – und bieten vor allem der steigenden Anzahl an Flexitariern echte und vor allem leckere Alternativen.” Der Anteil der vegetarischen Produkte am Gesamtumsatz der Rügenwalder Mühle belief sich Ende 2015 auf knapp 20%.

Mit 533 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015) hat sich die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 83 Personen (+ 18,4%) deutlich erhöht. Grund dafür ist im Wesentlichen der kontinuierliche Auf- und Ausbau der vegetarischen Produktlinie, die zusätzliches Personal erfordert. Die Zahl der Auszubildenden lag zum Jahresende 2015 bei 21; die Ausbildungsquote belief sich ähnlich wie im Vorjahr auf 3,9% (2014: 3,8%).

Vegetarisches und veganes Angebot sukzessive ausgebaut
Mit dem Auf- und Ausbau der vegetarischen Linie gingen im letzten Jahr gleich eine ganze Reihe an Neuprodukt-Einführungen einher: Den Anfang machten im Februar die Mühlen Frikadellen mit bunter Paprika im wiederverschließbaren Frischebecher. Bereits Mitte Mai platzierte die Rügenwalder Mühle dann die Vegetarischen Mühlen Schnitzel in den drei Sorten klassisch, Cordon Bleu und mit Tomate & Paprika sowie die Vegetarischen Mühlen Nuggets – alle Produkte saftig, mit Biss und knuspriger Panade, aber eben ganz ohne Fleisch – im Handel.

Pünktlich zur weltweit führenden Ernährungsmesse ANUGA im September 2015 in Köln stellte die Rügenwalder Mühle – neben der neuen Aufschnitt-Sorte Vegetarischer Schinken Spicker Bunter Pfeffer – mit den Vegetarischen Mühlen Frikadellen, dem Vegetarischen Mühlen Hamburger sowie dem Vegetarischen Mühlen Hack (die beiden letztgenannten Artikel sind vegan) drei vollkommen fleischfreie Produkte für die schnelle, unkomplizierte Zubereitung in der Pfanne vor. Sie eignen sich besonders als Basis für viele beliebte Gerichte wie zum Beispiel klassische Burger oder Spaghetti Bolognese. Im Dezember folgten dann die ersten fleischfreien Alternativen der Rügenwalder Mühle für die Tiefkühltruhe – eine echte Premiere: Vegetarische Mühlen Schnitzel (klassisch), Vegetarisches Mühlen Cordon Bleu, Vegetarische Mühlen Nuggets sowie die neuen Vegetarischen Mühlen Chickenburger.

Wurstweisheiten 2015: Was schmeckt Verbrauchern in Deutschland?
Steak oder Gemüse-Burger: Was schmeckt Deutschland heute? Und was werden wir wohl in zehn Jahren essen? Eine Antwort darauf hat die Rügenwalder Mühle im vergangenen Jahr mit der umfassenden reprä-sentativen Ernährungsstudie „Rügenwalder Mühle Wurstweisheiten 2015: Mit oder ohne Fleisch – das schmeckt Deutschland” gegeben. Diese wur-de in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von ICON Added Value sowie tns Infratest durchgeführt. „Unsere Ernährungsgewohnheiten sind derzeit stark im Wandel – mit der Studie, die auch den intensiven Aus-tausch mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen umfasst hat, neh-men wir die aktuellen Trends genauer unter die Lupe”, erläutert Rauffus.

Das Fazit der Studie: In punkto Fleisch und Wurst stehen die Zeichen klar auf Reduzierung – bei 56% der Deutschen liegt beides immer seltener auf dem Teller, die Anzahl der Flexitarier und Vegetarier steigt stetig. Trotz allem gilt: Deutschland liebt Fleisch und Wurst, vor allem im Osten finden sich viele Fans. Und selbst 80% der Vegetarier mögen den Geschmack von Fleisch, verzichten jedoch zum Beispiel aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen darauf.

Verbraucher entscheiden, was sie essen möchten
„Wir möchten niemandem vorschreiben, wie er sich ernähren soll – sondern vielmehr leckere Alternativen anbieten”, erklärt Godo Röben. Der Verbraucher solle selbst entscheiden, ob er den Schinken Spicker beispielsweise lieber mit oder ohne Fleisch mag. Und so wurde bei der Rügenwalder Mühle auch kein fleischhaltiges Produkt aus dem Sortiment gestrichen. Röben und seine Kollegen sehen allerdings nicht nur aus Umfragen, sondern auch in der täglichen Praxis, dass immer mehr Menschen bewusst weniger oder gar kein Fleisch bzw. gar keine Wurst essen.

„Hier ist viel Potenzial, wir entwickeln uns ständig weiter”, ergänzt Godo Röben. Qualität und Geschmack ist dabei besonders wichtig. Viele Menschen – darunter auch die überwiegende Mehrheit der Vegetarier – möchten nämlich nicht auf den typischen, guten Fleisch- oder Wurstgeschmack verzichten. Damit beschäftigen sich neun Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Rügenwalder Mühle intensiv und arbeiten an der Herstellung von weiteren vegetarischen Produkten.

Investitionen: Gebäude gegenüber bereits „bezugsfertig”
Investiert hat die Rügenwalder Mühle im abgelaufenen Geschäftsjahr in erster Linie in den Auf- und Ausbau der vegetarischen Produktlinie von der Schaffung der baulichen Voraussetzungen für die Ausweitung der Produktionskapazitäten über die technische Ausstattung bis zur Einstellung von zusätzlichem Personal (125 Mitarbeiter waren es für die vegeta-rische Produktlinie bislang insgesamt). Hinzu kamen Mittel für Ersatzinvestitionen. Insgesamt belief sich die Investitionssumme im Jahr 2015 auf 15 Mio. Euro (2014: 10,8 Mio. Euro). Für 2016 sind Ausgaben in Höhe von etwa 8 Mio. Euro geplant.

Das im vergangenen Jahr erworbene Gebäude auf dem Gelände Industriestraße 8 gegenüber dem Firmensitz in der Industriestraße 5 – eine Halle inklusive Sozialräume (ca. 2.500 m2) sowie ein Verwaltungstrakt (ca. 1.000 m2) wird seit Jahresbeginn 2016 genutzt: Die erste Verpackungslinie ist dort Anfang Januar in Betrieb gegangen, weitere sind in den Wochen darauf sukzessive gefolgt. Ein Teil der zahlenmäßig gewachsenen Verwaltung wird ebenfalls in Kürze in das Gebäude umziehen.

Auszeichnungen für Godo Röben und Christian Rauffus
Mit einer Vielzahl an Auszeichnungen für Personen, Marken, Produkte so-wie Kampagnen zählt die Rügenwalder Mühle zu den innovativsten Unternehmen in der Lebensmittelbranche. Im Jahr 2015 wurden mit Christian Rauffus und Godo Röben gleich zwei Mitglieder der Geschäftsleitung für ihre Leistungen im Unternehmen und in der Branche geehrt: So erhielt Godo Röben im September den renommierten „CMO of the Year”-Award. Der Preis wird im Rahmen des Innovationstags verliehen, veranstaltet von Serviceplan, IP Deutschland, F.A.Z., G+J Media Sales EMS und der Amazon Media Group. Mit der Auszeichnung würdigen die Initiatoren kreative, außergewöhnlich mutige Marketingleistungen. Kurz darauf, im Oktober, wurde Christian Rauffus von der Jury des Econ Awards als „Persönlichkeit des Jahres” geehrt. Er tritt damit die „Nachfolge” von Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, an, der die Auszeichnung im Vorjahr erhalten hatte. Mit dem Titel „Persönlichkeit des Jahres” würdigt die Jury Menschen, die mit Weitsicht, innovativen Ideen und überzeugender Kommunikation ihr Unternehmen entscheidend geprägt haben. Hinter den Econ Awards stehen der Econ Verlag und die Handelsblatt-Gruppe.

Ausblick: Anteil vegetarischer Produkte weiter ausbauen
„Da unsere fleischfreien Produkte so gut bei den Verbrauchern ankommen – das zeigen nicht nur die Zahlen, sondern auch die unzähligen positiven Zuschriften –, werden wir ihren Anteil im Sortiment weiter ausbauen”, sagt Godo Röben. So hat die Rügenwalder Mühle im März 2016 bereits die Vegetarische Mühlen Fleischwurst in den Varianten klassisch sowie mit bunter Paprika eingeführt. Weitere Produkte werden innerhalb der nächsten Monaten folgen: Bereits im Juni kommen die Vegetarische Mühlen Salami, die Vegetarischen Mühlen Schinkenwürfel sowie die Vegetarische Mühlen Bratwurst und die Vegetarischen Mühlen Filets in den Handel. Für den Herbst sind derzeit noch einmal zwei bis vier Produkte geplant.

„Unsere Entwickler arbeiten ständig an vielen neuen Ideen. Welche es genau sind, möchten wir momentan allerdings noch nicht verraten”, so Röben. „Wie sich der Umsatz entwickeln wird, hängt maßgeblich davon ab, wie die zusätzlichen Produkte im Handel entwickeln werden.” Vor diesem Hintergrund sei es momentan schwierig, eine verlässliche Prognose für das laufende Jahr abzugeben. Das Ziel, mittelfristig ein Drittel des Umsatzes mit fleischfreien Produkten zu erzielen, gilt jedoch nach wie vor.